Was Sie von sich selbst glauben ist Buddha schnurz

Was Sie von sich selbst glauben, ist völlig irrelevant. Es ist nicht nur Buddha wurscht, sondern auch allen anderen.

Ich warne Sie heute vor einem der größten Irrtümer in der modernen populären Psychologie.

Mit diesem Irrtum werden massenhaft Bücher, Seminare, Kurse und Webinare verkauft.

Der Gedanke dahinter ist aber grundlegend falsch. Deshalb erzielen die verkauften Methoden auch nicht die gewünschten Ergebnisse.

Der Gedanke ist: Wenn Sie an etwas GLAUBEN, erhöhen Sie damit die Wahrscheinlichkeit, dass es eintritt.

Ihnen wird erzählt, dass Sie nur an sich oder an Ihre Fähigkeiten oder Ihre „Vision“ GLAUBEN sollen, und schon werden all Ihre Träume mehr oder weniger wahr.

Die Wiederholung des Glaubens in Worten soll die Wahrscheinlichkeit seines Eintretens noch weiter erhöhen.

Ein Teil der Argumentation basiert auf der Behauptung, dass „erfolgreiche“ Menschen „an sich glauben“.

Mit dieser Behauptung gibt es zwei Probleme:

Erstens: Sie ist nicht wahr.

Manche wirtschaftlich erfolgreichen Menschen halten viel von ihren eigenen Fähigkeiten, andere nicht.

Es gibt sehr wirtschaftlich erfolgreiche Personen, die sich für unfähig halten, einige, die sich selbst für wunderbar halten, und viele, die sich darüber überhaupt keine Gedanken machen.

Zweitens: Der Glauben kommt NACH dem Erfolg, nicht davor.

Was jene erfolgreichen Menschen haben, ist NICHT Glauben, sondern reale Erfahrungen. Sie haben gelernt durch Übung, Arbeit, Erfolge und Misserfolge.

Durch ihre Erfahrungen haben sie gelernt, ihre Arbeit entspannt und gründlich zu tun. Sie haben auf ihrem Weg eine Menge Feinheiten und Nuancen gelernt, die in der Theorie kaum zu vermitteln sind. All das hat nichts mit Glauben zu tun.

„Glauben“ ist eine Illusion. Menschen „glauben“ allen möglichen Kram ohne Beweise, und ihnen wird eingeredet, dies sei etwas Gutes. Das ist es aber nicht.

Ich habe einen großen Teil meiner Jugend in diese Illusionen investiert. Ich habe gelesen, wenn ich „an mich glaube“ (was das bedeutet, habe ich nie verstanden), dann kann ich „alles erreichen“.

Das ist völliger Unsinn. Ich habe dadurch gar nichts erreicht außer Ent-Täuschungen (Abschied von der Täuschung) und eine Menge Misserfolge, die ich mir damals nicht erklären konnte – ich hatte mir doch eingeredet, ich sei fähig. Aber Einreden nützt nun mal nichts.

In der Arbeitswelt kann solcher „Glauben“ sogar Schaden anrichten, denn je mehr Ihre Glauben und die Wirklichkeit, die von Kollegen und Vorgesetzten wahrgenommen wird, auseinander gehen, desto weniger werden Sie ernst genommen.

Mein Rat wäre: Arbeiten Sie an Ihren Fertigkeiten, machen Sie Erfahrungen, erfreuliche und unerfreuliche. Damit kommen Sie besser voran.

Viel Erfolg!

 

Bild: sasint

 

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