Lebensversicherungen im Vergleich

Text von Florian Gerber

Eine Lebensversicherung dient dazu, im Todesfall der versicherten Person die Familie oder andere Bezugsberechtigte finanziell abzusichern.

Darüber hinaus kann eine Lebensversicherung gegebenenfalls die Altersvorsorge unterstützen, Rücklagen für die Kinder bilden oder als Anlage größerer Geldsummen dienen. Andere Möglichkeiten der Kapitalanlage finden Sie unter www.meinegeldanlage.com/thema/lebensversicherung. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten der Lebensversicherung, die Kapitallebensversicherung und die Risikolebensversicherung.

Allerdings gibt es noch abgewandelte Modelle der Klassiker.

Risikolebensversicherung

Diese Art der Police greift nur im Todesfall des Versicherten. Dann wird die vorab vereinbarte Versicherungssumme den Bezugsberechtigten, meist ist das die Familie, ausgezahlt.

Die Beiträge richten sich nach der Auszahlungssumme. Häufig wird diese Versicherung von Alleinverdienern abgeschlossen, um im Ernstfall Partner, Ausbildung der Kinder und etwaige Baukredite abzusichern.

Die Risikolebensversicherung lässt sich auch während der Laufzeit variabel an die Lebensumstände anpassen, dient jedoch nicht der Altersvorsorge.

Kapitallebensversicherung

Auch die Kapitallebensversicherung zahlt im Todesfall eine bestimmte Summe an die Hinterbliebenen aus. Zusätzlich dient sie der Absicherung im Alter.

Der Versicherungsnehmer spart im Laufe der Vertragszeit Kapital an, welches ihm mit Ende des Vertrags ausbezahlt wird. Hierbei sollte die Laufzeit mindestens zwölf Jahren betragen, um die Zahlung der Kapitalbetragssteuer zu umgehen.

Risikobedingt sind die Prämien umso höher, je älter der Versicherungsnehmer ist. Eine private Rentenversicherung sichert zwar nicht den Todesfall ab, ähnelt aber ansonsten der Kapitallebensversicherung.

Der größte Unterschied besteht darin, dass die Rentenversicherung erst ab dem Renteneintrittsalter auszahlt, die Kapitallebensversicherung jedoch in beliebigem Alter nach Vertragsablauf.

Fondsgebundene Lebensversicherung

Diese Versicherungspolice ist eine Mischung aus der Risikolebensversicherung und einer Fondsanlage. Auf der einen Seite sichert sie also die Hinterbliebenen im Todesfall des Versicherungsnehmers ab.

Zusätzlich wird eine Sparanlage in Investmentfonds angelegt. Mit dem Zeitpunkt des Ablaufs der Versicherung werden die bis dahin erworbenen Fondsanteile ausbezahlt. Dies kann, je nach Marktlage, hohe Gewinne oder starke Verluste bringen.

Wer sich für diese Art der Lebensversicherung entscheidet, sollte sich vorab mit den verschiedenen Fonds auseinandersetzen. Manchmal ist es sinnvoll, während der Laufzeit den Fond zu wechseln. Es gilt also, permanent den Aktienmarkt im Auge zu behalten.

 

 

Foto: stevepb

 

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