Eine moderne Initiation: THE EVENT, 1993 bis 2005

Im Jahre 1966 begann eine Initiative, Menschen, die sich ihren Lebensumständen hilflos ausgeliefert fühlten, zu mehr aktivem Handlungsspielraum zu verhelfen.

DISCLAIMER: Dieser Artikel beinhaltet keinerlei therapeutische Empfehlungen und ersetzt auch keine solchen. Ich bin selbst kein Therapeut. Ich gebe meine persönlichen Eindrücke und Meinungen wider.

Viele Menschen führen ein Leben in stiller Verzweiflung.

Sie fühlen sich benachteiligt und glauben, sie können nichts dagegen tun.

Viele davon können aber in vielen Dingen durchaus etwas verbessern. Sie können aufstehen und beginnen, an ihrem Verständnis und an ihrer Interaktion mit der Welt zu arbeiten.

Das ist nicht immer einfach und oft unbequem.

Manche Veränderungen sind einfach und schnell. Andere dauern Jahre oder Jahrzehnte. Und, es scheint, dass es für jeden von uns das Eine oder Andere gibt, was wir überhaupt nicht ändern können.

Wenn ich mich auf die Teile konzentriere, die ich bewegen kann, bin ich ausreichend auf erfüllende Weise beschäftigt.

Ein Ansatz, wie wir gezielt und wirksam Verantwortung übernehmen können, entstand innerhalb der 1960er Jahre in Form des Trainings THE GAME. Bitte nicht verwechseln mit dem Buch gleichen Titels von Neil Strauss! Das hat damit nichts zu tun.

Von Dezember 1995 bis Anfang 2001 war ich Mitglied einer Gruppe, die auf den Ideen des GAME basierte und ihre eigene Version des Trainings in Deutschland und Frankreich anbot, unter dem Namen THE EVENT.

War das nicht eine Sekte?

Der damalige Sektenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein kam zu dem Schluss, dass THE EVENT keine Sekte war, nachdem er eine oder zwei Veranstaltungen besucht hatte.

Wenn ich selbst irgendetwas kritisierte, wurde ich nie angefeindet oder ausgeschlossen. Als ich die Gruppe verließ, kündigte ich einfach an, ich würde nicht mehr so oft zu den Treffen erscheinen und dann bald gar nicht mehr. Niemand beklagte sich, es gab keine offenen oder subtilen Drohungen. Ich stand einfach auf und ging.

Wir hatten untereinander ein paar Diskussionen, ob wir eine Sekte seien. Wir kamen immer zum gleichen Schluss: Es ist schwierig für eine Gruppe, sich selbst von innen heraus zu beurteilen. Aber nach unserem Verständnis sind wir eher keine Sekte.

Geboren aus dem Gefängnis-System: Ein Ausbruchs-Training

Im Jahre 1966 gelangte Drogendealer Ken Windes in das Hochsicherheitsgefängnis „Marion“ im US-Staat Illinois, das als Ersatz für Alcatraz gebaut worden war.

Nach Marion kamen die schwersten Fälle. Ken hatte einen US Marshall bewaffnet angegriffen. Er hatte absolut genug vom Gefängnis und wollte nie wieder dorthin.

Ken versuchte, auch aus diesem Gefängnis auszubrechen. Der Gefängnispsychologe Dr. Martin Groder kam ihm auf die Schliche und erklärte ihm:

„Du glaubst, die Gefängnismauern sind dazu da, dass Du nicht raus kannst? Nein, sie sind dazu da, dass niemand zu Dir rein kann! Wenn Du Deine inneren Mauern abbaust, werden die äußeren Mauern zwingend folgen.“ (Martin Groder, Gefängnispsychologe)

Ken fragte ihn, wie das gehen sollte. Martin Groder bot ihm an, ihn auszubilden.

Im Marion Prison lief das „Aesklepion“-Programm. Die Idee war, den Gefängnisinsassen etwas beizubringen, was sie befähigte, etwas anderes zu werden als künftige Gefängnisinsassen. Martin Groder brachte ihnen bei, das zu werden, was er selbst war: Ein Therapeut nach der Methode der Transaktionsanalyse.

feel the music

Groder erkannte während seiner Tätigkeit, dass es nicht genügte, den Gefangenen nur die Theorie beizubringen. Er entwickelte ein Training, in dem seine Teilnehmer ein echtes Gefühl davon entwickeln konnten, wie die Transaktionsanalyse funktionierte, mit Konfrontation ihres eigenen Innenlebens.

Und so konfrontierte er sie und brachte ihnen bei, wie sie sich respektvoll untereinander konfrontieren konnten.

Viele waren voller hilfloser Wut über ihre Situation. Im Training gingen sie erstmals in konstruktiver Art und Weise mit ihrer Wut um. Viele fühlten sie zum ersten Mal konkret.

Sie lernten, ihre Wut für etwas anderes einzusetzen als Gewalt gegen andere Menschen. Sie forschten danach, worüber sie wirklich wütend waren und drückten dies aus.

Wurde ihr Leben dadurch komplett problemlos? Nein, aber viele schafften es, ihre Wut nach ihrer Gefängnisstrafe anders auszudrücken als durch Verbrechen.

Kein Ausbruch, aber ein Rausschmiss

Ken Windes wurde Martin Groders ambitioniertester Schüler. 1971 bestand er seine Prüfung zum Therapeuten nach der Transaktionsanalyse. Das Gefängnis stellte ihn für das Examen für 24 Stunden frei.

Obwohl Ken noch etwa 20 Jahre abzusitzen hatte, entschied das Justizsystem sich, ihn freizulassen. Er war ursprünglich ohne Bewährungsoption verurteilt worden, wurde dann aber doch begnadigt.
Ken selbst wollte seine Arbeit im Gefängnis fortführen, aber die Strafvollzugsbehörden wollten das nicht. Also warfen sie ihn hochkant hinaus.

Nach seiner Freilassung arbeitete Ken mehrere Jahre als Therapeut. Dann entwickelte er das Wochenend-Training namens THE GAME. Er integrierte die Transaktionsanalyse tiefer in das Training und gestaltete das GAME so, dass es auch für Menschen geeignet war, die keine gewalttätige kriminelle Vergangenheit hatten.

Ken Windes wurde von vielen Menschen tief wertgeschätzt. Ich habe ihn persönlich nie getroffen. Erst bei meinen Recherchen heute erfahre ich, dass er im gleichen Jahr starb, wie das deutsche Event offiziell seine Pforten schloss, nämlich 2005.

Vom GAME zum EVENT

Ein Mann namens Jimmy Steinitz, der sich später Purna nannte, nahm am GAME teil und entwickelte wiederum seine eigene Version des Wochenend-Trainings, die er THE EVENT nannte.
Im Jahre 1993 versuchte der exzellente Therapeut Claus Kostka, Ken Windes für ein Wochenend-Training nach Deutschland zu holen. Das funktionierte aus organisatorischen Gründen nicht.
Ebenfalls 1993 veranstaltete Purna Steinitz sein erstes EVENT in Deutschland. Eine langjährige Freundin von mir war dort und schrieb einen interessanten Bericht.

Ich selbst nahm im März 1994 in Bremen an meinem ersten EVENT teil. Ich fand es sehr stressig, und gleichzeitig sehr beeindruckend. Hier waren Leute, die zumindest ehrlich versuchten, mit sich selbst und anderen so integer umzugehen, wie sie konnten. Und integer bedeutete auch, Konflikte ehrlich auszutragen, und zwar so intensiv, wie es notwendig erschien.

Die Teilnahme am EVENT kostete seinerzeit 550,00 DM für ein Wochenende, Samstag von 9 Uhr bis Open End, Sonntag 10 Uhr bis ca. 18 Uhr. Der theoretische Vortrag am Freitagabend war gratis und für jeden offen.

Vom EVENT zum CAMP

Auch die EVENT-Organisatoren und ihre Teilnehmer erkannten, dass ein Wochenende nicht in allen Fällen ausreicht, um alle Probleme des Lebens zu lösen, oder auch um nur ein Thema wirklich zu einer konstruktiven Auflösung zu bringen.

So schuf Purna CAMP, ein 18-monatiges Programm, bestehend aus wöchentlichen Abendtreffen, vierteljährlichen ganzen gemeinsamen Tagen und halbjährlichen einwöchigen Workshops. Die Dauer war inspiriert durch die Aussage von Gurdjieff, um sich wirklich zu verändern, bräuchte der Mensch mindestens 18 Monate kontinuierlicher Praxis.

Die Teilnahme am 18-Monats-Programm kostete seinerzeit 8.000,00 DM insgesamt.

Von der Hilflosigkeit in die Verantwortung: Die Konzepte des EVENT

Im EVENT gab es eine ganze Reihe von Ideen und Konzepten, die über die Jahre hinweg immer weiter verdichtet wurden. Ich beschränke mich in diesem Artikel auf drei Aspekte:

  1. Ein moderner Initiationsritus
  2. Transaktionsanalyse und Drama-Dreieck
  3. Männerkultur und Frauenkultur

Ken Windes sagte seinerzeit über das GAME, es ginge nur darum, Wert in die Welt zu bringen und dabei Spaß zu haben.

Aspekt 1: Ein moderner Initiationsritus

In vielen Kulturen gibt es einen organisierten, rituellen Übergang für Jugendliche, der ihnen klar macht: Du bist jetzt erwachsen, mit allen Rechten und Pflichten eines Erwachsenen in unserer Kultur.

Dies geschieht oft auf sehr dramatische, inszenierte Weise, manchmal verbunden mit dem Zufügen von körperlichen Verletzungen oder zumindest mit dem Erdulden starker körperlicher Strapazen.

In der postmodernen Welt haben wir dies nicht. In unseren Kulturen ist der Übergang von der Adoleszenz in das Erwachsensein nicht klar gekennzeichnet.

Am nächsten kommen dem ein paar wichtige Ereignisse, die aber oft mit wenig Konsequenz und wenig Emotion begangen werden, wie der PKW-Führerschein, der erste eigene Vollzeit-Job oder die erste eigene Kreditkarte.

THE EVENT war ein sehr lautes (und ich meine, SEHR laut!) und emotional intensives Training, das durchaus in der Lage war, einen Marker zu setzen mit dem Signal: Ab jetzt übernimm Verantwortung für Deine eigenen Emotionen, so gut wie Du kannst.

Wir sahen alle Menschen im Training sehr klar, mit ihren Stärken und Schwächen, mit ihren hellen und dunklen Seiten. Wir hatten allein deshalb ein Zusammengehörigkeitsgefühl als Menschheit, in der klaren Wahrnehmung, dass niemand perfekt ist.

Und wir machten die Erfahrung, dass eine klare verantwortliche Kommunikation bei vielen Dingen hilft.

Aspekt 2: Transaktionsanalyse und Drama-Dreieck

Ich bin kein Experte für Transaktionsanalyse. Im EVENT wurden ein paar Ausschnitte aus der TA präsentiert.

Vor allem hingen im Raum 3 Poster: Das Drama-Dreieck selbst, mit den 3 Rollen Verfolger, Retter und Opfer, dann eine Anweisung, wie man aus dem Drama-Dreieck heraus kommt, schließlich eine Liste der 4 Grund-Emotionen.

Grundidee: Anstatt zu beschuldigen, sage, wie es Dir geht, was Du mitmachen willst, was Du nicht mitmachen willst, was Du brauchst.

Für das Ausdrücken der Emotionen hatten wir verschiedene formalisierte Prozesse. Für die Wut zum Beispiel das koordinierte Schlagen eines Kissens, Würgen eines Handtuches, oder das Ankämpfen gegen den Widerstand von 7 anderen Teilnehmern. Für das Erleben von Angst hatten wir einen Angst-Prozess, in Trauer wurde jemand körperlich gehalten oder einfach von Mitgefühl umgeben, so gut das ging.

Nach dem Ausleben der Emotion konnten wir dann genauer schauen, woher die Emotion kam, und was die betreffende Person tun konnte, um die Emotion konstruktiv zu integrieren.

Anfangs war das Training sehr stark auf Wut ausgerichtet, sehr aggressiv, sehr angriffslustig. Nach und nach kamen auch die Ängste ins Spiel, später die Trauer.

Aspekt 3: Männerkultur und Frauenkultur

Aus der Beobachtung anderer Kulturen kamen die Event-Organisatoren auf die Idee, dass es für die Beziehungen zwischen den Geschlechtern förderlich ist, wenn Männer einen Teil ihrer Zeit ausschließlich mit Männern verbringen und Männer-Zeugs tun, während die Frauen einen Teil ihrer Zeit ausschließlich mit Frauen verbringen und Frauen-Zeugs tun.

Es gab Männergruppen und Frauengruppen.

Wenn jemand dort Beziehungsprobleme schilderte, beschränkte sich die Gruppe nicht darauf, den jeweiligen Partner als „doofe Schlampe“ oder „patriarchalischen Unterdrücker“ zu beurteilen. Es wurde genauer nachgefragt. Hatte die jeweilige Person vielleicht dazu beigetragen, dass die Beziehungsprobleme entstanden? Wenn ja, dann wurde nach Lösungen gesucht. Wenn nein, wurde der Person nahegelegt, den Partner zu verlassen.

Es gab also auf beiden Seiten eine differenzierte Betrachtung. Das habe ich sehr geschätzt.

Und, ja, es gab einige Probleme, die in der damaligen Selbsthilfe-Szene üblich waren.

Die Finanzen wurden von Leuten organsiert, die nicht mal im Ansatz rechnen konnten. Viele von uns litten an starker Selbstüberschätzung, und wir dachten, wir hätten DEN Schlüssel zur Rettung der Welt.

Es wurden Teilnehmerinnen ins Wochenend-Training gelassen, die emotional sehr instabil waren, darunter eine Frau, die per ärztlicher Diagnose psychotisch war. (Ich erinnere noch, wie ein paar von uns ihr geholfen haben, ihre Wohnung zu streichen.)

Einiges von dem, was angeblich hilfreiche Konfrontation war, lief darauf hinaus, dass wir unsere neurotischen Projektionen aufeinander projizierten und dann unsere kindliche Wut aufeinander auskotzten. Aus dem gesamten Team hatten glaube ich ganze 3 Personen überhaupt eine therapeutische Ausbildung.

Besonders einer der Trainer verhielt sich extrem aggressiv und herablassend und verkaufte dies als liebevolle Konfrontation. Er tat das bei mir und anderen. Was mich betrifft, ich hatte später eine Unterhaltung mit ihm darüber, und er entschuldigte sich bei mir in einer Weise, die ich als sehr aufrichtig empfand.

Ich erinnere mich auch an jemanden, der Männer, die ehrlich zugaben, dass sie eine Geliebte hatten, in Grund und Boden brüllte vor moralischer Empörung. Und, wer hatte zu der Zeit selbst eine Geliebte? Erraten. Manche Geschichten sind einfach immer gleich.

Das Ende einer schönen Idee: Ausklang durch Pleite

Einigen Mitarbeitern war eine blühende Zukunft versprochen worden. Das führte dazu, dass diese Mitarbeiter sehr viel Lebenszeit und Energie in das Projekt steckten und auch eigenes Geld investierten.

Am Ende fiel die Blüte nicht so stark aus.

Nachdem das EVENT zu hunderten Leben, vielleicht im unteren Tausenderbereich, viel Wert beigetragen hatte, blieben die zahlenden Teilnehmer immer mehr aus. Waren in meinem ersten Event 38 Teilnehmer und in meinem zweiten 46, hatte es 1995 noch ein Training mit 63 Teilnehmern gegeben, so waren wir 1996 mit 14 Teilnehmern dabei. Es wurde immer schwieriger, neues Publikum zu gewinnen.

Nach mehreren Experimenten und Kassenstürzen, nach vielen Anläufen und Neustarts, fassten die Organisatoren im Jahre 2005 schließlich schweren Herzens den Entschluss, den Laden zu schließen.
In den USA wurde THE EVENT zu meiner Überraschung offenbar fortgeführt. Ich weiß allerdings nichts über die Personen dort oder was sie genau tun. Ein paar der Namen legen nahe, dass es zumindest enge Kontakte zur ursprünglichen Crew gibt.

Spin-Offs des Event

Zuerst gab es reine Männer-Events, genannt MENS ROOM und reine Frauen-Events, genannt VIMANA. Diese waren auch eine Weile lang gut besucht.

Als sich zeigte, dass immer weniger zahlende Teilnehmer in Event kamen, versuchten die Organisatoren, Spinoffs zu kreieren.

Für eine Weile hingen an U-Bahn-Stationen Werbeplakate für das „MADONNA-Training“. Die Sängerin Madonna wurde als Vorbild für starke Frauen gesehen, und einige weibliche Mitglieder des Organisatoren-Teams schufen aus dieser Idee ein neues Trainingsprodukt. Das Training fand meines Wissens ein paar Male statt.

Auf Basis der Beobachtung, dass viele Menschen viel unterdrückte Wut herumtragen, wurde der RAGE CLUB geschaffen. Dies war eine wöchentliche zweistündige Veranstaltung, wo Menschen ihre Wut ausdrücken konnten. Zu diesem Konzept schreibe ich vielleicht später mal etwas.

Der vermutlich beste RAGE CLUB wurde geleitet von Dorothea Lang in Bremen, die heute dort als Kunsttherapeutin arbeitet.

Dirk Lenz, der einst mit seiner Frau gemeinsam die Niederlassung in Hamburg leitete war seinerzeit derjenige, mit dem ich am liebsten zusammengearbeitet habe. Er hat sich immer integer, freundlich und mitfühlend verhalten und hat seinen Mitmenschen aufrichtig gedient. Ich vermute, er tut das heute noch.

Claus Kostka, wahrscheinlich der beste Trainer, ging in seine psychotherapeutische Praxis zurück. Er ist vermutlich immer noch ein sehr guter Therapeut.

Fazit zum Event

Der Wirkungsgrad des Event war eingeschränkt. Es erwies sich als eine gute Hilfe für Menschen, die bereits eine gewisse Grundstabilität hatten, etwas mehr Orientierung im Leben zu finden, sich selbst etwas mehr zuzutrauen, und mit unangenehmen Teilen ihren Charakters so umzugehen, dass sie zumindest weniger Schaden anrichteten.

Ich hatte mir mehr vom Event und vom CAMP versprochen, und mir war auch aktiv mehr versprochen worden. Ich bekam nicht das, weswegen ich gekommen war, aber das, was ich bekam, hatte trotzdem hohen Wert.

Es war kein Heilungs-Wunder und auch kein Ausweg aus schlimmsten Traumata. Mir persönlich half es nur sehr begrenzt, aber es war ein Umfeld, in dem ich mich wohl fühlte, ein Umfeld, in dem die meisten Teilnehmer zumindest versuchten, so gut es geht, sich ehrlich und integer zu orientieren.

Die Kommunikation miteinander bestand, im Gegensatz zum Rest der Welt, NICHT zu 98% aus Ausreden, Ausweichen und Verschleiern. Wir ließen nicht zu, dass wir unbequemen Fragen aus dem Weg gingen, wie es sonst fast alle fast immer tun.

Es kam tatsächlich vor, dass wir manchmal einen Fehler und eine Schwäche ZUGEBEN konnten. In dem Moment waren wir charakterlich über 3 Jahre alt, im Gegensatz zum größten Rest der Welt.

Mein persönliches engeres Umfeld heute besteht aus Menschen, die in höchstem Maße zuverlässig, integer und konstruktiv sind. Die Schule des CAMP hat mit dazu beigetragen, auch wenn meine eigene Reise erst danach wirklich begann, um aus dem permanenten Gelähmtsein vor Angst herauszukommen.

HAVE FUN!

Bild: Utagawa Kuniyoshi, ca. 1850, Public Domain

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Comments

  1. Renate Beathalter says

    Vielen Dank für diese ausführliche Zusammenfasung.
    Ich habe 1994 am EVENT in Freiburg teilgenommen und es hatte eine sehr positive und befreiende Wirkung auf mich und mein Leben.

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