Ein Mindset zum Buchschreiben?

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Mindset zum Buchschreiben“, zu welcher Marie Gräff vom „Schwellentroll“ eingeladen hat.

Ich verwende hierfür meine eigenen Erfahrungen mit dem Schreiben meines Buches über Auftragsgewinnung für Freiberufler, welches ich im Laufe des Jahres 2009 verfasst habe.

Marie hat ein paar Fragen gestellt, die ich auf Basis meiner Erfahrungen beantworte:

  1. Welchen Zusammenhang siehst du zwischen Buchschreiben und Mindset?
  2. Auf welche persönlichen Erfahrungen zu dem Thema blickst du zurück?
  3. Wie kann man Selbstzweifel und Selbstsabotagemechanismen überwinden?
  4. Welche Rolle spielen Selbstwert und Vertrauen für kreativen Erfolg?
  5. Deine persönlichen Tipps für ein starkes und erfolgreiches Schreib-Mindset: Was möchtest du mit unseren Lesern teilen?

Frage 1: Welchen Zusammenhang siehst du zwischen Buchschreiben und Mindset?

Ich habe bereits an mehreren Stellen, insbesondere in meinem Artikel übers GLAUBEN, darauf hingewiesen, dass ich das ganze Thema „Mindset“ für überbewertet halte.

Ich sehe tatsächlich sehr wenig Zusammenhang zwischen meinen Gedanken, die ich in Worte fassen kann, und Erfolg oder Misserfolg, wie auch immer man diese definiert.

Es scheint mir eher auf Kraft und Durchhaltevermögen anzukommen. Diese sind wohl vorrangig genetisch angelegt und können bis zu einem gewissen Grad trainiert werden.

Daneben gibt es auch so etwas wie eine „innere Einstellung“ und innere Dynamiken, die aber nicht daraus gespeist werden, dass ich mir bestimmte Worte oder Affirmationen vorplappere oder auf Magazin-Collagen zu meiner „Vision“ gucke. Die tiefer liegenden Dynamiken kommen aus der Systemik meiner Familie, Strömungen in der Gesellschaft, vielleicht aus Karma, wenn es sowas gibt.

Frage 2: Auf welche persönlichen Erfahrungen zu dem Thema blickst du zurück?

Ich habe im Laufe meines Lebens mehrere Anläufe gemacht, Bücher zu schreiben. Im Jahr 2009 schrieb ich dann meinen Leitfaden zur Auftragsgewinnung für Freiberufler und Kleinunternehmer.

Das war ein längerer Prozess, aber dank kompetenter Unterstützung, vor allem durch Henning Matthaei vom Partnerwerk, nahm das Buch mit ca. 80 Seiten relativ schnell Gestalt an.

Das Wichtigste war für mich, vorher ein Grobgerüst zu erstellen: Was soll das Buch beinhalten, was nicht? Welche Informationen und Übungen sollen in welches Kapitel?

Leider habe ich keinen großen Hype um das Buch gemacht und habe mich auch geweigert, überzogene Versprechen abzugeben, wie „garantierter Erfolg“, „Sicherer Weg zum Traumleben“ und anderen Sermon dieser Art.

Deshalb haben es wahrscheinlich weniger als 100 Menschen gelesen. Diejenigen, die es gelesen haben, fanden es ziemlich gut und sehr praxisnah.

In 2015 begann ich dann mit einem langjährigen Kollegen, ein spezialisiertes Buch zu einem Fachgebiet des Controlling zu schreiben. Wir waren schon ziemlich weit, als dann seine Frau noch recht jung verstarb, dann hatte er keine Lust mehr.

Frage 3: Wie kann man Selbstzweifel und Selbstsabotagemechanismen überwinden?

Ich habe in meinem Leben ein paar ganz nette Dinge erreicht, wenn auch keine großartigen dramatischen „Erfolge“. Daneben hatte ich ein paar Misserfolge.

Nach meiner Erfahrung überwindet man Selbstzweifel und Selbstsabotage niemals gänzlich. Selbstzweifel kann ich bestenfalls mindern, indem ich Ziele erreiche.

Einen großen Teil meines Lebens habe ich damit verbracht, zu versuchen, die Selbstzweifel VOR dem Tun loszuwerden. Das hat nie funktioniert, und ich habe auch noch niemanden getroffen oder gehört, bei dem es funktioniert hätte.

Bestenfalls werden die Selbstzweifel weniger NACH dem Tun, und zwar nicht schon beim zwanzigsten oder dreißigsten Versuch, sondern viel später, im Laufe des sehr häufigen Tuns mit und ohne Erreichen der gewünschten Ergebnisse.

Frage 4: Welche Rolle spielen Selbstwert und Vertrauen für kreativen Erfolg?

Das haut in die selbe Kerbe. Nach meiner Erfahrung: Gar keine.

Ich habe sehr erfolgreiche Leute getroffen, die sich selbst nicht wertvoll fanden, die sich wertvoll fanden und ebenso weniger erfolgreiche Menschen mit hohem oder niedrigem Selbstwert.

Wie an anderer Stelle ausgeführt: Was Du von Dir selbst glaubst, ist Buddha wurscht.

Frage 5: Deine persönlichen Tipps für ein starkes und erfolgreiches Schreib-Mindset: Was möchtest du mit unseren Lesern teilen?

Vergiss Mindset.

Fang an zu schreiben, wenn Du das willst. Irgendwas wird dabei herauskommen. Von da aus machst Du dann weiter.

Ob es gut wird oder nicht, hat nix mit Deinem GLAUBEN zu tun. Das ist eine Frage von Talent und vor allem Übung.

HAVE FUN!

 

Titelfoto: Pexels

 

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