Andere Erfahrungen mit einem Tauschring

Meine persönlichen Erfahrungen mit einem Tauschring

  1. Warum bin ich in einen Tauschring eingetreten?
  2. Welche Bedenken hatte ich?
  3. Was war mein erster Eindruck?
  4. Welche Erfahrungen habe ich gemacht?

Warum ein Tauschring?

Zunächst gefiel mir die Idee. Tauschen statt bezahlen, Dienstleistungen verschiedenster Art gleichberechtigt nebeneinander zum gleichen Stundensatz, Arbeiten außerhalb des „traditionellen“ Systems, das war mir sympathisch.

Außerdem dachte ich, durch Netzwerken, egal wo, kommt man als Selbständiger auch an bezahlte Aufträge über Empfehlungen oder andere Mechanismen, wenn man es richtig macht.

Hatte ich Bedenken?

Als Rechnungswesenlehrer mache ich mir natürlich Sorgen über die umsatzsteuerliche Seite. Prinzipiell unterliegen Dienstleistungen in Deutschland der Umsatzsteuer, mit wenigen Ausnahmen. Mir wurde gesagt, dies sei mit dem Finanzamt abgeklärt.

Manche andere Quellen vertreten andere Meinungen und sehen durchaus Steuerpflichten auch für getauschte Leistungen.

Meine zweite Befürchtung war, nur „Ökos“ und „Hippies“ anzutreffen, die mehr über ideologische Grundsätze schwafeln, das böse kapitalistische System (das ja schon lange nicht mehr kapitalistisch ist) usw., und wenig tauschen.

Weniger eine Befürchtung, mehr eine abgeklärte Erwartung aus meiner Lebenserfahrung heraus war, dass ein Haufen Leute zwar Mitglied ist, aber nix macht.

Meine ersten Eindrücke

Bei der Selbstdarstellung der Mitglieder sah ich zunächst einmal sehr viel gleichartige Angebote, die ich nicht sehr interessant finde.

Die üblichen Unverdächtigen

Ebenso wie einst in meinen Selbständigen-Seminaren, 20 Web-Designer, 50 Lebens-Berater (die sich dafür halten) und einen Haufen Umzugshelfer, aber auch ein paar sehr interessante Angebote wie professionelle Fotografie und Massage-Angebote von gründlich ausgebildeten Leuten.

Nach den Daten, die wir auf der Internetseite sahen, entstand für mich der Eindruck, dass es tatsächlich sehr viele inaktive Mitglieder gibt. Ich hatte gehofft, dass es mehr Aktivität geben würde.

Tolle Veranstaltungen

Meine geliebte Frau, die nicht so pathologisch ungesellig ist wie ich, war auf mehr Veranstaltungen als ich und berichtete von sehr angenehmen Erlebnissen.

Sie wurde natürlich, wie immer, von allen geliebt und gleich für diverse Tätigkeiten gebucht. Sie ist seitdem für diverse Mitglieder im Einsatz und scheint dabei viel Spaß zu haben.

Die üblichen Kabbeleien

Kurz nach unserem Eintreten kam es im Team zu Streitereien, die mich an typisch deutsche „Vereinsmeierei“ erinnern.

Aber aus Unternehmen und Projekten kenne ich das auch.

Also: Auch im Tauschring sind Menschen.

Positive Erfahrungen, erfreuliche Tauschgeschäfte

Gleich an unserem ersten Abend wurde ich angeheuert, um eine Vertriebs-Beratung zu machen. Daraus wurde dann ein Auftrag für eine WordPress-Internetseite wie diese.

Seitdem arbeite ich für die gleiche junge Dame und unterstütze sie beim Verfassen und Veröffentlichen ihrer Inhalte. Dabei lerne ich selbst einiges dazu, weil wir beide zulassen können, dass die Beratung sehr tief geht.

Fotos, Massagen, familiäre Unterstützung

Dafür haben meine geliebte Frau und ich hervorragende professionelle Fotos für unsere gewonnenen Tauscheinheiten eingetauscht. Ich habe eine grandiose Massage erhalten.

Die Eltern meiner Frau werden in sehr produktiver Weise unterstützt.

Fazit

Für uns hat sich der Eintritt in den Tauschring nach kurzer Zeit sehr gelohnt. Es gibt nicht viele aktive Mitglieder, aber diejenigen, die wir gefunden haben, mit denen machen wir tolle Deals.

 

Bild: succo

 

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