Alternative: Auswandern

Anmerkung vorab am 15.04.2019: Die Hinweise auf Bücher sind derzeit leider obsolet, weil das amazon-Plugin seit einigen Wochen nicht funktioniert. Vielleicht geht es später wieder.

Eine Alternative zum überregulierten Leben in Deutschland: Auswandern.

Wer das Lebensgefühl in Deutschland nicht mag, oder das Wetter, kann sich an anderen Orten der Welt niederlassen. An vielen Orten gibt es weniger Staat, weniger Bürokratie, vor allem weniger Komplexität der Vorschriften. Andererseits sind die meisten anderen Länder der Welt

  • weniger produktiv
  • weniger rechtssicher

Produktivität

Produktiv heißt: Wie viel Mehrwert wird je Arbeitsstunde geschaffen? Eine hohe Produktivität hat z.B. die Auswirkung, dass ein gewisser Luxus für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich ist, wie gesundes Essen, annehmbares Wohnen, sowie der lebenswichtige Flachbildschirm-Fernseher.

Deutschland ist sehr produktiv, und der Produktivitätsgewinn bleibt auch im Lande. In anderen Ländern sind Lebensmittel und Elektronik deutlich teurer.

Rechtssicherheit

Rechtssicher heißt, wer ein Problem bekommt, mit einem anderen Bürger, einem Unternehmen und einer Behörde, kann sich auf ein gewisses Grundgerüst verlassen. Er kann in Gesetzen und Verordnungen nachlesen, was vorgeschrieben ist, und sich in den meisten Fällen darauf verlassen, dass Vorschriften auch umgesetzt werden bzw. dass die Umsetzung eingefordert werden kann.

In Deutschland ist dies weitgehend der Fall, nicht perfekt, aber deutlich besser als in anderen Ländern. Wer in manch anderem Land überfallen wird, stößt bei der Polizei auf völliges Desinteresse, bis er einen Teil des geraubten Geldes als Provision anbietet.

In manchen Staaten gibt es zwar Gesetze, die aber nicht umgesetzt werden. Oder die Umsetzung ist so teuer, dass es sich de facto nicht lohnt.

Vorteile und Nachteile des Auswanderns

Wer also auswandert, tauscht ein Übel gegen ein anderes. Es läuft also auf die Frage hinaus, welche Übel man weniger intensiv ablehnt.

Für wen ist Auswandern geeignet?

Durchgängig ist mal sicher, dass Auswandern erst einmal Geld kostet.

Ebenso ist sicher: Wer mehr Freiheit sucht, hier oder dort, braucht Geld. Wer wenig Geld hat, ist in so ziemlich keinem Land der Welt „frei“.

Wohin sollte man auswandern?

Ich habe mir einmal acht Länder vorgenommen und untersucht, in wie weit sie eine realistische Alternative zum Leben in Deutschland darstellen. Die Auswahl hat sich im Laufe meiner Recherchen zum Thema ergeben, insbesondere als ich im Frühjahr 2014 selbst Auswanderungsziele geprüft habe.

Ich betrachte diese Staaten insbesondere unter den Gesichtspunkten Lebensqualität und Freiheit.

  1. Schweiz
  2. Uruguay
  3. USA
  4. Kanada
  5. Norwegen
  6. Großbritannien
  7. Australien
  8. Thailand

Auswanderungsland 1: Die Schweiz

Der Bund der helvetischen Kantone gehört zu den beliebtesten Auswanderungszielen für Deutsche. Die Lebenshaltungskosten sind deutlich höher als in Deutschland, aber auch die Einkommen sind höher.

Lebensqualität

Die Berichte von deutschen Auswanderern in der Schweiz sind sehr unterschiedlich. Manche berichten, dass sie vielerorts als „blöder Nazi“ beschimpft wurden, andere loben den angenehmen Umgang miteinander.

Sehr gelobt wird das entspannte Arbeitsklima und die großartige Natur.

Die Qualität des Essens ist höher als in Deutschland, weil viel vor Ort angebaut und frisch verkauft wird. Das Rindfleisch ist besser – Schweizer Kühe haben einen gesetzlichen Anspruch auf Freiland-Tage!

Freiheit

Die Regierung der Kantone erfolgt weitestgehend dezentral. Dies hat zur Folge, dass, insbesondere anders als in der EU, Entscheidungen vor Ort getroffen werden, von denjenigen, die die Verhältnisse vor Ort beurteilen können.

Insgesamt gibt es weniger Gesetze, weniger Einschränkungen der persönlichen Freiheit.

Die Steuern sind niedriger und die Eintreibung erfolgt entspannter als in Deutschland.

Fazit Schweiz:

Die Erfahrungen sind offenbar unterschiedlich. Da ich selbst die Schweiz nur aus zwei sehr kurzen Besuchen kenne, habe ich kaum Erfahrungen.

Logisch scheint zu sein, dass man natürlich eine Arbeit in der Schweiz haben muss, um dort vernünftig zu überleben.

Bücher zum Auswandern in die Schweiz

Auf amazon recht hoch bewertet ist dieses Buch von 2013:

Nicht ganz so hoch, aber von mehr Lesern bewertet wurde dieses Werk von 2008:

NACHTRAG AM 15.04.2019:

Für mich ist die Schweiz das attraktivste Land zum Auswandern. Mein Wunschort ist derzeit Luzern.

Auswanderungsland 2: Uruguay

Als eines der attraktivsten Länder zum Auswandern zeigte sich zu meiner großen Überraschung Uruguay. Das Land ist modern und sehr zugänglich.

Lebensqualität

Uruguay gilt als „die Schweiz Südamerikas“.

Der Bildungsstand ist hoch, das Bildungswesen gilt als hochwertig, die Kriminalität ist zwar leicht steigend (Stand: April 2015), aber im internationalen Vergleich immer noch niedrig. Das Land ist modern und technisch recht gut ausgestattet.

Elektrizität wird vorwiegend aus erneuerbaren Ressourcen erzeugt. Es gibt kaum Massentierhaltung.

Allerdings gibt es genmanipulierte Lebensmittel und naturunfreundliche Methoden des Rohstoffabbaus.

Nach Aussage des Uruguay-Auswanderungsexperten Manfred Burger sind die Lebenshaltungskosten bereits (Stand: April 2015) höher als in Europa. Die Einkommen sind aber im Durchschnitt niedriger.

Freiheit

Uruguay gilt, sogar nach Aussagen von Politik-Kritiker Noam Chomsky, als eines der freiesten Länder der Erde. Uruguay-Auswanderungsexperte Manfred Burger sieht dies etwas differenzierter und kritisiert vor allem die wuchernde Bürokratie.

Die Steuern sind niedriger als in Deutschland, Tendenz allerdings steigend (Stand: April 2015).

Die Steuergesetze sind weniger komplex, aber Uruguay ist keine Steueroase.

Die Frankfurter Allgemeine berichtete im November 2014 über die Legalisierung von Cannabis in Uruguay.

Fazit Uruguay:

Das Leben in Uruguay scheint nicht einfach zu sein, zumindest nicht sehr einfach. Billig ist es auch nicht.

Dafür gibt es eine Reihe ökologischer Alternativen, die man sich dort schaffen kann. Und die Hauptstadt Montevideo ist wunderschön.

Resourcen zum Auswandern nach Uruguay

Aus meiner Sicht eine der besten Info-Quellen ist die Seite uruguay-info von Manfred Burger.

Es gibt zum Thema auch eine offene Facebook-Gruppe, auf die meine geliebte Frau gestoßen ist. Daneben existiert auch eine geschlossene Gruppe.

Mit Büchern sieht es eher dünn aus. Dieses auf amazon ganz gut bewertete Buch erscheint eher touristisch geprägt:

NACHTRAG AM 15.04.2019:

Zum heutigen Stand hat Manfred Burger darauf hingewiesen, dass so manche Probleme der anderen Staaten jetzt auch in Uruguay bemerkbar sind.

Auswanderungsland 3: USA

Für mich ist es unverständlich, dass irgendjemand in ein Land auswandern will, in dem es so viele Befürworter der Todesstrafe gibt.

Lebensqualität

Die Natur ist an einigen Stellen grandios, Wasser und Luft sind auf weite Strecken sehr sauber.

Das Land bietet immer noch gewisse Chancen, aber auch viele Risiken. Wer sich als Unternehmer versuchen will, hat viele Möglichkeiten und in vielen Bereichen wenig Kontrollen, aber wer in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, ist schnell erledigt.

Das soziale Netz fängt die Menschen nicht auf.

Menschen mit höherem und niedrigem Maß an wirtschaftlichem Erfolg leben friedlich nebeneinander; das permanente Aufhetzen von Arm gegen Reich, von den deutschen Medien so ausführlich betrieben, wäre hier undenkbar. „Bunte“ Lebensläufe sind die Norm, vom Tellerwäscher zum Millionär und zurück, das haben viele US-Bürger schon durch, manche mehr als einmal.

Überhaupt war auch mein Empfinden in den USA, dass weniger über andere Menschen geurteilt wird und dass Unterschiede stärker respektiert werden.

Freiheit

Die USA haben im Verhältnis zur Bevölkerung weit mehr Menschen in Gefängnisse gesteckt als jedes andere Land, mehr sogar als China!

Die amerikanische Streifenpolizei ist ausgesprochen trigger-happy, besonders in den letzten Jahren ca. seit 2012. Dass man „mal eben“ erschossen wird, oder zum Krüppel geprügelt, kann also durchaus vorkommen. Anders als in Deutschland unterliegt die Exekutive auch fast keinen Kontrollen.

Wenn in Deutschland ein Polizist jemanden erschießt, gibt es ein Gerichtsverfahren mit einer Mordanklage. Ich weiß nicht, wie es in den USA genau läuft, aber ich vermute, wenn dort ein Cop jemanden erschießt, vermerkt er das kurz in einem Bericht und legt diesen ab.

Es gibt, allein durch die Weitläufigkeit des Landes, weniger engmaschige Kontrollen als in Deutschland. Wer allerdings in Konflikte mit der Staatsgewalt gerät, hat sehr schlechte Karten.

Juristische Konflikte sind nahezu unbezahlbar teuer, da die Anwaltshonorare hoch sind.

Weil das Gefängnissystem in den USA weitgehend privatisiert ist, ist die Strafverfolgung auch nicht ausschließlich daran orientiert, die Bürger zu schützen, sondern teilweise auch daran, den Gefängnisbetreibern neue „Kunden“ zuzuführen.

Fazit USA:

Nichts für mich. Eher geeignet für junge Menschen mit sehr guter Ausbildung und hohen Ambitionen.

Meine persönliche Perspektive auf die USA ist eher gefärbt durch George Carlin.

Ein sehr interessanter Blog einer deutschen Auswanderin nach Connecticut handelt von verschiedenen Methoden des Geldsparens in den USA.

Bücher zum Thema

Auf amazon recht gut bewertet wurde dieser Ratgeber von 2014:

Begeisterte Leser und nur einen Verriss hat dieser Führer durch den Dschungel der Einreise eingeheimst:

Auswanderungsland 4: Kanada

Das Land unter der Ahornflagge war während meiner Jugend unter Deutschen DAS Auswanderungsziel.

Grandiose Natur, stabile politische Verhältnisse, ein akzeptables Sozialsystem und weitgehende Rechtssicherheit machen diesen Staat attraktiv.

Lebensqualität

Die Lebenshaltungskosten in Kanada sind denen in Deutschland ähnlich, wobei Benzin günstiger ist, Mieten dafür aber höher sind.

Die Natur ist phantastisch. Es sei aber bemerkt, dass die Winter in einigen Regionen in Kanada bitter kalt sein können, wirklich extrem kalt, und der Reiz des meterdicken Schnees lässt schnell nach, wenn man jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit fast erfriert.

Freiheit

Allein die Weitläufigkeit der Natur lässt ein subjektives Gefühl von Freiheit entstehen.

Die Rechtssituation scheint so zwischen den USA und Deutschland zu sein, relativ hohe Rechtssicherheit, keine übertriebene Regulierung aller Bereiche.

Fazit Kanada:

Zu wenig Daten. Ich bitte um Kommentare zum Thema.

Bücher zum Thema

In diesem Buch, das auf amazon sehr gut bewertet wurde, erzählt die Schauspielerin Katerina Jacob vor allem Geschichten aus ihrem Leben in Kanada, die einige Aspekte des Landes und seiner Menschen unterhalsam beleuchten:

Eher sachlich geht es zu in diesem Ratgeber:

NACHTRAG AM 15.04.2019:

Aus Kanada habe ich in den letzten 12 Monaten einige verrückte Geschichten gehört, was die Praxis der Rechtsprechung angeht. Wie genau diese Geschichten wiedergegeben sind und wie repräsentativ diese sind, kann ich nicht beurteilen. Besondere Aufmerksamkeit hat Kanada erhalten durch Professor Jordan Peterson, der einige der neuen Gesetze scharf kritisiert hat.

Auswanderungsland 5: Norwegen

Ein Auswanderungsland, das mir persönlich nahegelegt wurde, ist Norwegen. Wegen der deutlich höheren Einkommen – bei deutlich höheren Lebenshaltungskosten – ist das, was man schafft zu sparen, um Einiges mehr wert, wenn man in die EU zurückkehrt.

Lebensqualität

Norwegen verfügt über wundervolle Landschaften, Fjorde und Seen, sauberes Wasser, klare Luft.
Viele deutsche Auswanderer berichten andererseits über Unfreundlichkeit und Kälte der Norweger. Manche beurteilen das Land als ausländerfeindlich bis rassistisch.

Freiheit

Mit der Freiheit scheint es weder besser noch schlechter bestellt zu sein als in der EU. Es gibt engmaschige Kontrollen und viele Vorschriften.

Fazit Norwegen

Mir persönlich zu kalt, zu grau, zu dunkel. Abgesehen vom Angelurlaub im Sommer scheint mir das Land gegenüber Deutschland weder Vorteile noch Nachteile zu bieten.

Bücher zum Auswandern nach Norwegen

An erster Stelle ein Erfahrungsbericht mit Tips. Die einzge amazon-Bewertung (Stand: 14.10.2015) mit weniger als 5 Sternen bezieht sich auf einen Konflikt mit dem Lieferanten, nicht auf den Inhalt. Allerdings ist das Buch von 2009.

Auch gut bewertet wurde dieses unterhaltsam geschriebene Buch von 2009:

NACHTRAG AM 15.04.2019:

Nach meinem eigenen Besuch in Oslo im Herbst 2019 fand ich das Land sympathisch und entspannt, aber teuer. Das wird sicherlich ausgeglichen durch die hohen Einkommen. Auf dem Rückflug unterhielt ich mich lange mit einer norwegischen Managerin aus dem Ölbusiness. Demnach gibt es in Norwegen eine ähnliche Verteilung zwischen positiven Faktoren und weniger optimalen Phänomen wie in Deutschland.

Auswanderungsland 6: Großbritannien

London ist seit Jahrhunderten ein Zentrum der Welt. Große Teile von Wales, England und Schottland sind landschaftlich schön – wenn man auf grüne Hügel und Schafe steht.

Lebensqualität

Was Kunst, Kultur und Nightlife angeht, ist London natürlich schwer zu schlagen. Tausend Jahre Geschichte, gut dokumentiert und physisch gut erhalten, sind für Kulturbanausen wie mich eher egal, aber wer das Kulturleben schätzt, hat hier sehr viel zu entdecken.

Gerade London ist beeindruckend und höchst lebendig. Egal, wo man hinkommt, in London ist immer etwas los.

Legendär sind natürlich die Mieten in London. Die Restaurant-Preise fand ich bei meinem letzten Besuch im Dezember 2010 in Ordnung. Etwas Kleinkram, den ich noch einkaufte, fand ich etwas teuer, aber nicht überragend teuer.

Das originale britische Essen ist berühmtermaßen unerträglich widerlich. Dafür gibt es großartige Restaurants mit Küchen aus aller Welt.

Die Arbeitsatmosphäre ist einerseits lockerer, andererseits auf andere Art strenger und förmlicher als in Deutschland. Die Arbeitszeiten sind länger, die Einkommen im Verhältnis zu den Preisen niedriger.

Freiheit

England ist eine der ältesten modernen Demokratien der Welt. Die Kräfteverhältnisse zwischen Eliten und Volk scheinen gut eingespielt. Die Herrschenden haben Humor, die Beherrschten haben Geduld.

Aus meiner eigenen Erfahrung empfand ich die britische Polizei als äußerst höflich und wenig interessiert an Repressalien gegen die allgemeine Bevölkerung. Rowdies im Fährhafen wurden von den Bobbies mit höflichsten Worten ersucht, sich bitte freundlicher zu verhalten – und sie taten es auch.

Die Streifenpolizei ist auch bis heute (Stand: April 2015) unbewaffnet. Umso größer der Kontrast, als Ende Dezember 2010 Heathrow Airport teilweise geschlossen wurde, bewacht von Polizisten mit Maschinengewehren und kugelsicheren Westen.

Einer jener Polizisten ließ mich aber sogar sehr freundlich ins Gebäude, als ich glaubhaft machte, dass ich nur den Heathrow Express nach Paddington brauchte.

Natürlich gibt es auch in Großbritannien Korruption, Gewalt und Unsinn. Gerichtsprozesse sind angeblich ähnlich teuer wie in den USA, da die Anwaltshonorare bereits für die kleinsten Angelegenheiten exorbitant sind.

Dafür wird vieles im Zusammenleben durch unterkühlten Humor oder rustikales Schulterklopfen geregelt.

Fazit Großbritannien

Schottland ist mir zu regnerisch und Wales zu öde. Was mich aus England fernhält, ist meine prinzipielle Allergie gegen hohe Mieten.

Ansonsten, wer die Sprache gut beherrscht und einen lukrativen Job hat, kann sich in England sicherlich etwas freier fühlen als im Rest der EU.

Bücher zum Auswandern nach Großbritannien

Sehr enthusiastisch auf amazon bewertet wurde dieses Buch aus 2013 zum Alltag in den verschiedenen Regionen Großbritanniens:

Nur als Kindle Edition erhältlich ist dieser Ratgeber:

NACHTRAG AM 15.04.2019:

Im Moment ist für mich fraglich, wie es um die Redefreiheit in Großbritannien bestellt ist. Es gibt verschiedene Sichtweisen und Meinungen dazu, und da Geschehnisse auf ALLEN Seiten des Spektrums permanent übertrieben, untertrieben und verdreht werden, ist eine sinnvolle Beurteilung schwierig. Die Verhaftung von Tommy Robinson im Sommer 2018 war für mich ein besorgniserregendes Signal. Auch wenn ich nicht genau weiß, was ich von der Person Tommy Robinson halten soll, die Verhaftung und ihre Begründung waren ganz eindeutig und durchsichtig gegen alle rechtsstaatlichen Prinzipien, was der Chief Justice of Britain angeblich auch bestätigt hat. Und jetzt letzte Woche die Verhaftung von Julian Assange anstelle von Asyl. Ich bin nicht sicher, wo das hinführen soll.

Auswanderungsland 7: Australien

Australien ist eines der wichtigsten Auswanderungsländer für Europäer, in dem heute Menschen aus über 110 Nationen zusammenleben. Diese Vielfalt und die anhaltend hohe Zahl an Auswanderungen nach Australien hat in Australien ein ungewöhnlich hohes Bewusstsein für soziale Toleranz bewirkt.

Australien ist ein Land, in welchem Menschen aus unterschiedlichen Kulturen nebeneinander leben.

Die Einwanderung nach Australien ist relativ genau reglementiert. Bewerber um die Einwanderung durchlaufen ein Bewertungsverfahren, in welchem sie nach verschiedenen Kriterien mit Punkten bewertet werden, woraufhin dann entschieden wird, ob sie einwandern dürfen.

Derzeit (Stand: April 2015) werden noch Fachkräfte in relativ vielen Bereichen gesucht, so dass für viele Deutsche eine Chance besteht, einwandern zu dürfen.

Lebensqualität

Auch Australien bietet eine phantastische, weitläufige Natur. Diese Natur ist allerdings nicht ganz ungefährlich – in keinem anderen Land der Erde leben mehr lebensgefährliche und vor allem giftige Tiere, zu Lande und zu Wasser. In Australien leben z.B. die größten Krokodile der Welt und ein kleiner, in wunderschönen Farben erstrahlender, tödlich giftiger Tintenfisch.

Was die Australier wirklich verstehen ist, Parties zu feiern. Die „Aussies“ gelten als lebenslustig und locker.

Freiheit

Die Atmosphäre im Land gilt insgesamt als entspannt. Das subjektive Erleben von Freiheit im Alltag ist höher, weil Vieles einfach nicht so eng gesehen wird wie in Deutschland.

Auf Staatsebene und in der Regierung scheint in Australien der gleiche Unsinn stattzufinden wie in den meisten Staaten der westlichen Welt.

Fazit Australien

Für Naturliebhaber und Backpacker ein lohnendes Ziel. Auch Australien ist weder Billigland noch Steueroase, aber entspannter als weite Teile von Europa.

Ressourcen zum Auswandern nach Australien

Viele Informationen gibt es bei australien-info.de

Von australien-info als DER Auswanderer-Ratgeber gefeiert:

Noch gar nicht auf amazon bewertet wurde dieser Erfahrungsbericht einer freien Journalistin aus 2009:

Eher unterhaltsam klärt dieses Buch auf, wie man Peinlichkeiten in Australien vermeidet:

Auswanderungsland 8: Thailand

Thailand ist DAS klassische Billigland. So zieht es aus vielen anderen Staaten Rentner mit niedrigen Renten an, die in Thailand mit ihrem Geld ganz gut leben können.

Lebensqualität

Als Mann denke ich bei Thailand natürlich an die Frauen, die auch in höherem Alter oft noch sehr gut in Form sind.

Das Essen in Thailand finde ich großartig. Die Strände und Landschaften sind unschlagbar. Die Preise sind niedrig, für Essen und Mieten.

Freiheit

Um in Thailand als Ausländer arbeiten zu dürfen bzw. eine Selbständigkeit als Unternehmer aufzubauen, oder nur als Investor tätig zu werden, sind nhttp://www.alternative-lebensweisen.de/wp-admin/admin.php?page=wptouch-admin-touchboardahezu unüberwindliche Hürden zu nehmen.

Selbst ein eigenes Haus darf ein Ausländer nicht besitzen, nicht mal der Ehepartner eines Ausländers.

Die Einkommen sind weit niedriger als in Europa.

Insgesamt gilt das Land als wohlwollendes Chaos, in dem jeder nach eigenem Ermessen handelt, mit wenigen Kontrollen. Das führt einerseits zu größerem Freiheitsempfinden, andererseits zu einer blühenden organisierten Kriminalität.

Seit 1932 gab es durchschnittlich alle 4,1 Jahre einen Militärputsch, was aber an der Gesamtstimmung wenig zu ändern scheint.

Was illegale Substanzen angeht, so kann man sich, wie vielerorts in Südostasien, sehr schnell die Todesstrafe einhandeln, die bei Ausländern meistens auf Lebenslänglich abgewandelt wird, was aber auch nicht wirklich toll ist. In einem thailändischen Gefängnis ist das verbleibende „Lebenslänglich“ dann auch oft recht kurz.

Extrem gefährlich ist es für Ausländer, dem König keinen absoluten Respekt und tiefste Huldigung entgegen zu bringen. Auch Ausländer wurden dafür bereits eingesperrt.

Auch als Rentner darf man nicht einfach im Land bleiben, ohne einige bürokratische Hürden zu nehmen.

Fazit Thailand

Thailand als Auswanderungsland ist geeignet für diejenigen, die ein ausreichendes passives Einkommen mitbringen und ansonsten friedlich vor sich hinleben und sich anpassen.

Eine eigene Existenz als Ausländer ist praktisch nicht zu machen.

Bücher zum Auswandern nach Thailand

Hauptsächlich gut bis sehr gut wird dieser Auswander-Führer auf amazon bewertet, der sich selbst als “No. 1 unter den Ratgebern” preist:

Eher prosaisch über Thailand erzählt wird in diesem Buch, aus Perspektive sehr unterschiedlicher Menschen:

Alternative zum Auswandern: In Deutschland bleiben

Nachdem ich persönlich einige Ecken der Welt gesehen habe, bleibe ich trotz allem doch am liebsten in Deutschland. Ja, es gibt viele Regeln, und die Bürokratie greift in viele Bereiche des Lebens ein. Es gibt mitunter herablassende Staatsbedienstete und etwas Willkür, aber deutlich weniger als in anderen Staaten.

Hoher Lebensstandard

Neben Japan ist Deutschland das produktivste Land, und dies zum Nutzen aller Bürger. Kaum irgendwo anders ist so viel Luxus so preisgünstig wie hier. Ja, es gibt Armut und Obdachlosigkeit, aber weniger als in anderen Staaten.

Wir haben Wirtschaftsflüchtlinge und Sozialschnorrer, ja. Jeder Staat der Erde beherbergt Menschen, die irgendwelche Regeln zu ihrem Vorteil ausnutzen. Wie viele dies tatsächlich sind, dazu fehlt es mir bisher an belastbaren Statistiken.

DIVIDE ET IMPERA

Die plumpe Meinungsmache der Massenmedien, die billige Strategie, Gruppen der Bevölkerung gegeneinander aufzuhetzen, hat leider immer noch teilweisen Erfolg.

Am Ende des Tages schätze ich die solide Infrastruktur und ein gewisses Maß an Rechtssicherheit, das wir immer noch haben.

Meine Perspektive Deutschland und EU

Europa befindet sich in einem zermürbenden Prozess, in dem die politischen Eliten um jeden Preis die Euro-Zone aufrecht erhalten wollen, was wirtschaftlich keinen Sinn macht. So wird permanent um Schulden geschachert, die auch keinen Sinn machen und nur dazu dienen, Banken zu bereichern.

Mir ist klar, dass der Lebensstandard in Europa noch ein Stück nach unten gehen wird. Spannend bleibt für mich die Frage, wie gewaltbereit die deutsche Exekutive mittelfristig sein wird. Wenn die Exekutive wirklich massiv gegen größere Teile der Bevölkerung vorgeht, nur weil die Bevölkerung ihre Grundrechte einfordert, das wäre für mich ein Auswanderungsgrund.

 

Bild: Globus im Geographie-Unterricht, Stefan Kühn, Public Domain

 

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Comments

  1. Der lebenswichtige Flachbildschirm-Fernseher, haha!

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