Wie Sie mit wenig Stress lernen durch Zwischenziele und Belohnungen

Solide Lernen durch Zwischenziele und Belohnungen

Wenn man Rechnungswesen lernt, ist viel Stoff zu bewältigen, und manche Kapitel sind sehr lang. Nutzen Sie deshalb Zwischenziele und Belohnungen.

Wenn Sie das Kapitel zum ersten Mal sehen, kann das sehr umfangreich und einschüchternd wirken. Es sieht manchmal nach sehr viel Stoff aus.

Deshalb kann es gerade bei langen Kapiteln helfen, diese in Abschnitte aufzuteilen. Ich gehe auch so vor, wenn ich ein neues Skript für den Unterricht erstelle. Durch Unterteilung in Zwischenziele gelangen Sie zu überschaubaren Lerneinheiten, bei denen Sie erkennen können, dass Sie diese schaffen können.

Was sind sinnvolle Schritte beim Aufstellen Ihres persönlichen Lehrplans?

Überblick verschaffen

Welche Themen kommen in dem Kapitel vor? Bauen die Themen aufeinander auf oder stehen sie eher nebeneinander (soweit ich das beurteilen kann)?Wie lang ist das Kapitel? Ich persönlich ermittle genau, wie viele Seiten ein Kapitel hat. Damit kann ich den Zeitaufwand gut schätzen.

Zeitaufwand je Abschnitt schätzen

Sie können ein paar Seiten lesen und dann die erste Übungsaufgabe bearbeiten. Damit bekommen Sie eine Einschätzung, wie viel Lesezeit Sie pro Seite brauchen, wenn Sie gründlich lesen.

Bedenken Sie, dass Seiten mit Tabellen und Grafiken meist weniger Zeit brauchen als reine Textseiten.

Sinnvollen Plan erstellen

Stellen Sie einen sinnvollen Plan auf, in welcher Reihenfolge Sie die Abschnitte des Kapitels bearbeiten und bis wann Sie welche Inhalte beherrschen wollen. Ob Sie die Inhalte beherrschen, messen Sie daran, wie gut Sie die Übungsaufgaben bewältigen.

Ich empfehle Ihnen, beim Studieren Pausen einzulegen. Ich selbst mache eine Pause alle 45 Minuten oder am Ende eines Kapitels.

Belohnungen festlegen

Legen Sie fest, in welchem Fall Sie sich belohnen und womit. Gibt es eine Belohnung nur für das Lesen und Üben selbst? Oder nur für erfolgreich bewältigte Übungsaufgaben?

Mein Vorschlag: Kleine Belohnungen (für mich z.B. 10g Schoko) für das Studieren eines Kapitels, größere Belohnungen (eine DVD mit einem Kubrick-Film) für mindestens 85% korrekt gelöste Übungsaufgaben.

Hier ein Beispiel: Standard-Lehrplan in der Kostenrechnung

Die Standard-Inhalte eines grundlegenden Kurses in Kostenrechnung sind:

  1. Grundsätzliches
  2. Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger
  3. Sachliche Abgrenzung
  4. Kategorien von Kostenarten
  5. Grundkosten, Anderskosten, Zusatzkosten
  6. Betriebsabrechnungsbogen (BAB)
  7. Kalkulationsverfahren und Handelskalkulation
  8. Deckungsbeitragsrechnung
  9. Auswertungen, Analysen und Kennzahlen

Am meisten Schwierigkeiten bereiten erfahrungsgemäß die Kalkulationsverfahren – eben alles, wo man rechnen muss.

Hier empfehle ich auch, die höchste Hürde zu setzen. Kostenrechnung wird bei Kammerprüfungen traditionell auf recht hohem Niveau geprüft. Deshalb sollten Sie besonders bei den Rechenaufgaben ehrgeizig sein.

So wäre ein denkbarer Plan für das Kapitel Kalkulationsverfahren:

Thema Std. ca.
Divisionskalkulation einstufig 0,5
Divisionskalkulation mehrstufig 4
Äquivalenzziffernrechnung 4
Summarische Zuschlagskalkulation 1
Differenzierte Zuschlagskalkulation 8
Maschinenstundensatz-Kalkulation 6
Handelskalkulation 8

Dies ist nur ein Vorschlag, basierend auf meiner Erfahrung und Einschätzung. Sie können für sich selbst zu ganz anderen Stundenzahlen kommen.

Sie werden feststellen, mit Unterzielen wird der Stress und Druck nachlassen – wenn Sie die Disziplin haben, Ihren persönlichen Lernplan auch einzuhalten.

Viel Erfolg!

 

Titelbild: Tama66

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