Wirksam führen im Rechnungswesen

Mit welchen Ansätzen Sie im Rechnungswesen erfolgreich führen

Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass Adolf Hitler sich im Ersten Weltkrieg um einen Posten als Offizier bewarb und abgelehnt wurde mit der Begründung, ihm fehlten die Führungseigenschaften.

Die Geschichte ist recht gut dokumentiert und ist wahrscheinlich wahr. Adolf Hitler war auch niemals ein Führer im Sinne von Leadership. Er war ein Redner, Charismatiker und Manipulator mit viel Unterstützung durch moderne PR. Und dass er mit starken, positiven Werten geführt hat, behaupten zum Glück immer weniger Leute.

Ein guter Führer zu sein, ist nicht leicht. Führungseigenschaften werden erworben in jahrelangem Training und jahrelanger Praxis.

Niemand wird zur Führungskraft, weil so etwas in seiner Stellenbeschreibung steht. Eine gute Führungskraft führt mit soliden Werten und kann Probleme lösen, fachlich und in der Kommunikation.

Werte, und Ansätze, die helfen können, sind im Folgenden beschrieben.

Anerkennung

Geben Sie Ihrem Team Anerkennung. Schon ein einfaches „Danke“ kann viel Gutes bewirken.

Anerkennung kostet wenig Arbeit, befördert den Teamgeist – und ist kostenlos!

Führen durch Beispiel

Wenn Sie ein Wertesystem anpreisen, sollten Sie dem auch folgen, und zwar so, dass Ihr Team dies auch erkennt.

Eine Doppelmoral vorzuleben ist keine gute Idee. Wenn Sie wollen, dass die Kollegen Sie gut unterstützen, müssen Sie selbst zeigen, dass Sie hohen Erwartungen gerecht werden.

Das Team unterstützen

Gute Manager unterstützen ihr Team in guten, schlechten und schlimmen Zeiten.

Wenn die Kollegen sehen, dass ihre Führungskraft fair mit ihnen umgeht und sich an hohen Werten orientiert, werden sie ihm auch helfen.

Mehr zuhören, weniger reden

Führungspersönlichkeiten neigen dazu, Dinge pro-aktiv anzugehen. Sie sollen auch Orientierung geben. Darum versuchen sie manchmal, Konversationen zu dominieren. Das fällt ihnen oft leicht, führt aber nicht immer zum gewünschten Ergebnis.

Ein guter Führer lehnt sich zurück, hört zu, denkt ausführlich nach und antwortet dann. Zuhören ist ein Zeichen von Respekt – es zeigt, dass Sie die Gedanken und Ideen des anderen ernst nehmen.

Nicht einfach aufgeben

Manche sagen an dieser Stelle, man solle NIEMALS aufgeben. Das halte ich für zu pauschal. Manchmal kann es sehr angemessen sein, aufzugeben, wenn ein Plan tatsächlich aussichtslos ist oder wenn die Existenz des Unternehmens bedroht ist, falls man weitermacht.

Allerdings ist es noch kein Grund zum Aufgeben, wenn Ihnen etwas Widerstand begegnet oder ein paar Leute maulen und nölen. Wenn es etwas Stress gibt, suchen Sie nach neuen Ansätzen, neuen Ideen und machen Sie weiter mit Blick aufs Ziel.

Herausforderungen und Hindernisse treten immer wieder auf; Führer verwandeln Herausforderungen in Gelegenheiten.

Erfahrung schätzen

Sogenannte „Personlichkeitstrainings“ oder „Personlichkeits-Coachings“ haben noch keine einzige Persönlichkeit herausgebildet. Bestenfalls bekommen Sie dort kleine Anregungen und Ideen.

Wirkliches Führen lernt man nur im Tun, durch Fehler und Erfolge, durch Gewinnen und Scheitern.

 

Titelfoto: Missouri History Museum

 

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