Wie man als Dozent weniger angemeckert wird

Warum man als Dozent im Rechnungswesen angemeckert wird oder auch nicht

Manche Teilnehmer pflegen eine interessante Form von Kommunikation. Sie meckern, keifen, beleidigen.

In manchen Fällen kann ich ihre Kritikpunkte nachvollziehen, in manchen Fällen nicht. Zu Beginn meiner Dozenten-Laufbahn habe ich z.B. manchmal den Faktor Vorbereitung unterschätzt. Also habe ich gelernt, auf welche Art Kurs ich mich wie vorbereiten sollte.

Aus meiner Sicht stand aber die Heftigkeit der Angriffe in keinem Verhältnis zu den Kritikpunkten.

In den ersten Monaten meiner Laufbahn konnte ich damit nur schwer umgehen. Ich dachte, ich setze alle sinnvollen Vorschläge um, warum wird immer noch gemeckert?

Ich vermute, Menschen greifen immer nur aus einer Position der Schwäche an, geglaubt oder tatsächlich.

Aus einer Position der Stärke heraus würden sie nicht angreifen, sondern um etwas bitten oder einfach etwas tun.

Ich versuche nun, den Teilnehmern gleich zu Beginn eines Kurses zu vermitteln, dass sie eine Stimme im Geschehen haben. Soweit die Regeln der Veranstaltung und der Schule es zulassen, können sie mitgestalten.

Außerdem zeige ich ihnen, dass ich niemanden als Person verurteile, nur weil er in bestimmten fachlichen Punkten nicht so gut mitkommt.

Dies nimmt einen Teil der gefühlten Schwäche aus der Situation.

Ja, manche Menschen sind so verletzt, dass sie sich weiterhin wehrlos, schwach und im Schmerz fühlen, egal was ich tue oder nicht tue. Das sind aber zum Glück nicht so viele, jedenfalls in meinen Kursen.

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