Was wir von Porsche über Erfolg lernen können

Eine Kollegin berichtete mir von einem Erlebnis, das sie auf einer Feier bei der Firma Porsche hatte.

Ihr Tisch wackelte etwas. Sie sprach einen Mitarbeiter von Porsche an, der herumlief und fragte, ob er vielleicht einen Bierdeckel hätte, den man falten und unter ein Tischbein stellen könnte.

Der Mitarbeiter sah sie an, als käme sie vom Mars. Er sagte „Einen Moment bitte.“ und verschwand hinter den Kulissen.

Nach 3 Minuten kam er wieder mit einem Kasten voller Präzisionswerkzeuge. Er stellte mit Hilfe einer Wasserwaage und eines millimetergenauen Messgerätes den Tisch perfekt ein.

Dann sah er meiner Kollegin tief in die Augen und sagte in bestimmendem Tonfall:

„Bei Porsche arbeiten wir nicht mit Bierdeckeln!“

Man kann diese Vorgehensweise als übertrieben ansehen. Andererseits ist es möglicherweise kein Zufall, dass die meisten Modelle von Porsche sehr viel stabiler und langlebiger sind als die meisten anderen Fabrikate von Autos.

Ca. ein Drittel aller jemals gebauten Porsche fahren noch.

Und ein Teil davon ist nur deshalb nicht mehr auf der Straße, weil die Fahrer Auto und sich selbst mit Baustämmen, Wänden oder Laternen verbunden haben. Diese Fahrzeuge würden andernfalls wahrscheinlich immer noch umherbrausen.

Porsche blickt zurück auf eine jahrzehntelange Geschichte im Bauen hochwertiger Automobile, die lange halten und die bei guter Pflege einen sicheren Wiederverkaufswert haben.

Ich selbst bin eine Reihe verschiedener „sportlicher“ Autos (Warum heißen die Sportwagen? Man SITZT da schließlich nur drin!) gefahren, Fahrzeuge von Kunden, darunter Lotus Esprit, Porsche 944 und Porsche 911. Das Fahrgefühl bei Lotus ist unbeschreiblich, aber was die Haltbarkeit betrifft, ist Porsche unerreicht.

Ein Stamm von Mitarbeitern, der den Prinzipien von Präzision und Gründlichkeit verpflichtet ist, wird eher solide und haltbare Produkte herstellen als Mitarbeiter, die diesen Prinzipien nicht folgen.

Was können wir daraus lernen? Wenn wir unsere Arbeitsschritte gründlich tun, werden wir wahrscheinlich solider arbeiten als andere, die dies nicht tun.

 

Bild von unsplash: Valdemaras Januska

 

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