Wie macht man den Unterricht schneller? Gar nicht.

„Wenn Du Qualität willst, dann gibt es keine Abkürzung.“
(Dr. Thomas Mill, Unternehmensberater)

Kann der Unterricht schneller laufen? Können Teilnehmer schneller lernen? Wenn ja, wie?

Aus mittlerweile 17 Jahren Erfahrungen mit Ausbildung und Schulung auf sehr verschiedenen Niveaus habe ich abgeleitet, dass es nur einen Faktor gibt, der das Lernen schneller macht: Vorkenntnisse.

Das heißt: Jemand, der ein Thema schneller lernt, hat früher schon dieses oder ein sehr ähnliches Thema langsamer gelernt.

Seit Jahren mache ich mir Gedanken über Unterrichtsmethoden, Strategien der Wissensvermittlung, Lernverhalten, gehirngerechtes Lernen, ansprechende Präsentation, Edutainment, usw.

Dabei habe ich bisher festgestellt, dass keine dieser Methoden das Lernen oder den Unterricht schneller macht.

Bilder, Grafiken, Assoziationen, Sprüche – all das macht das Erinnern für viele Teilnehmer leichter und deshalb das Lernen ein wenig schneller, aber nicht viel.

Manche Kurse lernen schneller, manche langsamer, das stimmt. Nach meiner Analyse liegt das aber einzig daran, dass die Teilnehmer der schnelleren Kurse bereits Vorkenntnisse haben, z.B. durch eine kaufmännische Ausbildung oder ein Studium.

Sobald ich mit den Grundlagen aus den Büchern durch bin (meistens Schmolke oder Bornhofen), beginne ich mit praktischen Fällen zu arbeiten. Dies sind auf echten Unternehmen aufgebaute Übungsfälle – ein Imbiss, eine Unternehmensberatung, eine Schneiderin, ein Versandhandel, eine Limonadenfabrik, ein Transportunternehmen, usw.

Wie viele Fälle wir in der gegebenen Zeit schaffen, hängt im Wesentlichen von den Vorkenntnissen der Teilnehmer ab. Tatsächlich habe ich keinen einzigen anderen Faktor gefunden, der die Geschwindigkeit beeinflusst.

 

Bild: OpenClipart-Vectors

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