So werden Sie in Ihrem Rechnungswesen-Job beliebt – ohne Schleimen

denise-auerswald_seminarcheckervon Denise Auerswald

Schleimer kann keiner leiden und keiner will einer sein.

Wie kann ich also natürlich beliebt sein?

Wie kann ich ehrlich meine Meinung zu Chef und Kollegen sagen und diese gleichzeitig für mich gewinnen ohne dabei an Authentizität zu verlieren?

Wenn Ihnen jemand vorschreibt wie sie etwas zu tun haben, würden Sie es dann tun? Eher ungern, stimmts?

Es muss also einen besseren Weg geben.

Nun ich möchte Sie nicht länger auf die Folter spannen.

Diese Fünf goldene Regeln werden Ihnen garantiert helfen:

  1. Fragen stellen
  2. Feedback in Ich-Botschaften formulieren
  3. Zustimmung
  4. Keine Kritik
  5. Nicht vom Leder ziehen

Regel 1: Fragen stellen

Vielleicht kennen Sie diesen Spruch aus Verkaufsseminaren: „Wer fragt, der führt.“ Dieses Motto trifft nicht nur auf den Verkauf zu.

Ich weiß, jeder erzählt am liebsten über sich selbst. Doch probieren Sie doch im nächsten Gespräch mit Ihren Kollegen etwas aus.

Hören Sie zu (ich meine, hören Sie wirklich zu) und zeigen Sie ehrliches Interesse. Fragen Sie bestimmte Sachverhalte nach, vor allem wenn etwas nicht ganz klar ist.

Wer die richtigen Fragen stellt, bekommt aussagekräftige Antworten.

Wenn Sie im nächsten Gespräch Fragen stellen und Ihr Gesprächspartner mehr redet als Sie, wird er Sie unbewusst als hervorragenden Gesprächspartner einstufen.

Vielleicht finden sich dadurch ja sogar gemeinsame Interessen. Nichts ist schöner als sich mit jemandem auszutauschen, der ähnlich tickt.

Regel 2: Feedback in Ich-Botschaften formulieren

Wenn Sie Ihre Meinung kund tun wollen und diese ist möglicherweise unangenehm für Ihr Gegenüber, berichten Sie aus der Ich-Perspektive.

Beispiel: „Ich fühle mich …, wenn …“

Was ist der Hintergrund?

Es kann angreifend sein, wenn Sie sagen: „Du bist … immer unpünktlich.“ Denn Menschen zu beurteilen, kommt nie vorteilhaft an.

Besser: „Ich fühle mich nicht Ernst genommen, wenn ich auf dich warten muss.“

Fällt Ihnen bei den beiden Sätzen ein Unterschied auf?

Man entzieht dem Satz seine Härte. Und Sie können für nichts beschuldigt werden, denn sie empfinden ja so. Es ist Ihr Weltbild.

Wieso werden Sie deshalb beliebt? Nun, fast niemand fühlt sich von Ihnen angegriffen. Abgesehen von denjenigen, die sich von ALLEM angegriffen fühlen – vielleicht von der Tatsache, dass Sie eine Nase haben.

Regel 3: Zustimmung

Nein Sie müssen natürlich nicht zu allem „ja, amen“ sagen.

Es geht darum, die Sichtweise des Anderen zu verstehen. Dies funktioniert, wenn man sich wirklich in seine Lage versetzt.

Zum Beispiel könnte das so aussehen: „Ich verstehe Sie. In Ihrer Lage würde ich wahrscheinlich das Gleiche tun.“

Was passiert, wenn Sie so reagieren?

Sie nehmen dem ganzen Gespräch augenblicklich den Wind aus den Segeln. Jeglicher Druck ist weg und Sie können auf sachlicher Ebene diskutieren.

Denn Konfrontation führt nur zu Argumentieren. Und wer argumentiert kommt nicht ans Ziel.

Regel: 4 keine Kritik

Üben Sie keine offene Kritik.

Überlegen Sie mal wie Sie sich fühlen, wenn Sie jemand kritisiert? (Abgesehen von gewünschter, konstruktiver Kritik.)

Im Normalfall machen Sie zu und beginnen zu argumentieren.

Wenn Kritik nötig ist, dann wirkt es Wunder, erst von seinen eigenen Fehlern zu sprechen und dann dem Gegenüber Kritik zu äußern.

In allen Fällen ist es wichtig, dass Sie authentisch bleiben. Probleme anzusprechen ist von essentieller Bedeutung. Seien Sie dabei allerdings auch lösungsorientiert.

Regel 5: Nicht vom Leder ziehen

Gerüchte verbreiten sich wie Lauffeuer und der Draht zur Kollegin scheint gestärkt, wenn über Frau Müllers Übergewicht hergezogen wird.

Ich halte überhaupt nichts von lästern. Denn das zeugt davon, dass ich mit mir selbst nicht im Reinen bin.

Mal ehrlich, welchen Sinn macht es Andere zu beurteilen?

Da es keinen Nutzen stiftet, kann man es getrost unter den Tisch fallen lassen.

Und glauben Sie mir, ihre Kollegin wird schnell die Lust am lästern verlieren, wenn Sie nicht mehr darauf anspringen.

Ich hoffe, Sie probieren diese 5 Tipps aus und können einen Beitrag für ein besseres Betriebsklima leisten.

 

Die Autorin:

Denise Auerswald besucht jährlich über dreißig Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung.
Sie ist Experte, wenn es darum geht, das richtige Seminar in dem Dschungel an Anbietern zu finden. Auf Ihrem Blog Seminarchecker (www.seminarchecker.de) empfiehlt sie die Seminare, die den größten Nutzen bringen. Dadurch hilft sie Menschen ihre mentalen Baustellen zu schließen.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (24 votes, average: 4,88 out of 5)
Loading...
Print Friendly, PDF & Email

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.