5 Ninja-Taktiken für die Bewerbung

131213-ninja+kanji_JPGBewerben nach den Prinzipien der Ninja

Die Ninja waren eine Gruppe erstklassiger männlicher und weiblicher Krieger, die in Japan als Spione, Saboteure und Attentäter eingesetzt wurden.

Von Kindesbeinen an hart und intensiv trainiert in körperlichen Disziplinen, im bewaffneten und unbewaffneten Kampf sowie in geistigen Disziplinen wie Strategie und List, waren sie berühmt für ihre Effektivität. Nur selten führte ein Ninja seine Mission nicht erfolgreich aus.

Eine wesentliche Fähigkeit der Ninja lag darin, völlig lautlos und unerwartet aufzutauchen, ihre Mission blitzschnell auszuführen und dann ebenso schnell wieder in der Unsichtbarkeit zu verschwinden.

Andererseits konnten sie sich auch lange Zeit unter ihren Mitmenschen bewegen, ohne aufzufallen.

Was können wir von den Ninja für den Prozess der Bewerbung lernen?

Ninja-Taktik 1: Sie spionieren die andere Partei aus

Wenn Sie sich um einen Job im Rechnungswesen bewerben, ist es natürlich selbstverständlich, dass Sie sich vor dem Interview die letzten zwei Jahresabschlüsse des Unternehmens aus dem Bundesanzeiger heruntergeladen haben und genau studiert haben.

Sofern das Unternehmen seinen Jahresabschluss nicht veröffentlicht und auch über assoziierte Unternehmen innerhalb eines Konzerns nichts zu finden ist, haben Sie sich natürlich beim Statistischen Bundesamt und aus anderen Quellen über Branche und Markt des Unternehmens informiert.

Sie haben die Ansprechpartner auf XING und LinkedIn recherchiert (sofern das Unternehmen dort vertreten ist) und über sie herausgefunden, soviel Sie konnten.

Wenn Sie sich bei einer Ladenkette bewerben oder bei einem Kaufhaus, haben Sie natürlich ein paar Ladengeschäfte besucht und sich umgeschaut.

Optimalerweise haben Sie eine Verbindungsperson, die jetzt im Unternehmen ist oder mal war, die Ihnen Informationen geben kann.

Auf diesen Wegen finden Sie heraus, wie das Unternehmen aufgestellt ist, was dort gerade vor sich geht und warum Sie in das Unternehmen passen. Sie kennen die derzeitigen Probleme des Unternehmens und wissen, auf welche Weise Sie helfen können.

Ninja-Taktik 2: Sie haben Ihre Fähigkeiten diszipliniert geschult und geübt

Sie haben geübt. Sie können einfache und anspruchsvolle Buchungen sofort ausführen. Sie können die wesentlichen Begriffe Ihres Fachbereiches zu jeder Tages- und Nachtzeit erklären.

Sie verstehen, was eine Buchung an Bewegungen in Beständen und Erfolgen auslöst und was auf angesprochenen Kostenstellen und Kostenträgern passiert.

Sie haben all diese Dinge ausgiebig studiert und sich selbst in verschiedensten Aufgaben erprobt.

Langfristige, solide Vorbereitung ist die Grundlage des Erfolges der Ninja. Das kann auch Ihre Grundlage sein.

Ninja-Taktik 3: Sie passen sich dem Umfeld an

Wenn ein Ninja einen Holzfäller brauchte, um seine Mission auszuführen, wurde er selbst zum Holzfäller oder zu einem Holzhändler oder Förster, je nachdem, was Sinn machte.

Wenn Sie in das Unternehmen zum Interview gehen, sind Sie so gut wie möglich über das Umfeld informiert und treten entsprechend auf.

Wenn die Unternehmenskultur überhaupt nicht zu Ihnen passt, dann ist eine Anstellung dort natürlich keine sinnvolle Mission.

Ansonsten: Sie kennen den Dresscode und die Umgangsformen. (In den meisten Unternehmen habe ich festgestellt, dass der Dresscode in Deutschland inzwischen sehr locker ist. Ein Chef saß mir gegenüber in kurzen Khakis, buntem Freizeithemd und Sandalen.) Sie passen sich dem an.

Ninja-Taktik 4: Sie haben immer einen Plan B, den sie SOFORT umsetzen können

Nun empfehle ich ausdrücklich NICHT, den Personalchef, der Sie interviewt, mit einem japanischen Schwert in Stücke zu hacken, falls er Sie nicht sofort einstellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er Sie danach einstellt, ist ja auch recht gering.

Besser: Sie haben sich, so gut es geht, auf mögliche Reaktionen vorbereitet. Sollten die Reaktionen anders ausfallen, haben Sie einen Plan B, den Sie sofort umsetzen können.

Beispiel: In der Stellenanzeige stand nur „Buchhaltung“. Nun sollen Sie aber mit Kostenstellen buchen und außerdem Gemeinkosten umlegen. Als Ninja können Sie sofort in sinnvoller Weise darauf reagieren, indem Sie z.B. glaubhaft erklären, wie schnell Sie diese neue Anforderung dazulernen können.

Ja, Ninjas haben auch getäuscht und gelogen – wenn es sinnvoll war, bei kurzfristigen Missionen. Bei einer langfristigen Mission, wie einem Arbeitsverhältnis, sind Täuschen und Lügen nicht sinnvoll.

Ninja-Taktik 5: Sie können es sich leisten, sich zurückzuziehen

Am stärksten sind Sie, wenn Sie es sich leisten können, sich aus einer Bewerbungssituation auch zurückzuziehen. Als trainierter Ninja sind Sie immer wieder so gut vorbereitet, dass mehrere Arbeitgeber Sie interessant finden.

Dadurch sind Sie entspannt und haben eine gute Verhandlungsposition. Wenn die Mission an dieser Stelle nicht funktioniert, dann woanders.

Diese Taktiken sind schwierig umzusetzen und erfordern viel Arbeit? Ja, das stimmt.

Ninjas arbeiten ständig an ihrer Mission – deshalb sind sie immer sehr gut und immer besser vorbereitet.

Vielleicht schreibe ich später mal einen Artikel über „Bewerbungs-Strategien für Sesselpupser, die gerne den ganzen Tag Reality-TV gucken und Marshmallows futtern“. Auch wenn ich nicht sicher bin, wie erfolgreich ein solches Vorgehen wäre.

HIER ein paar lustige Einsichten direkt von einem Ninja.

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Titelbild: MichaelWuensch

 

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