Zum neuen Job im Rechnungswesen durch Netzwerken

Wie Netzwerken Ihnen – vielleicht – helfen kann, eine geeignete Arbeitsstelle zu finden

Theoretisch hat jeder von uns ca. 200 Kontakte. Warum diese nicht produktiv nutzen?

Manchmal vergessen wir, wen wir alles kennen, wem wir alles begegnet sind, wer sich an uns erinnern könnte.

Wahrscheinlich gibt es eine ganze Reihe Menschen, die Ihnen behilflich sein könnte, an die Sie nur gerade nicht denken.

Wie die moderne Verhaltensforschung weiß: Die meisten Menschen sind prinzipiell hilfsbereit und unterstützen andere, sofern es sie nicht allzu viel Mühe kostet.

Es kann sich also lohnen, um Unterstützung zu bitten. Besser noch, wenn man selbst auf die eine oder andere Weise Unterstützung im Austausch anbieten kann.

Das Netzwerken wird allerdings von einigen Menschen missverstanden, auf mehrere Weisen.

Als die Idee vom „Netzwerken“ in Deutschland aufkam, dachten einige, Netzwerken sei jetzt ein neuer Zaubertrick. Sie gründeten irgendetwas und trafen sich mit Leuten und NANNTEN das „Netzwerk“, in dem Glauben, dass nun die Jobs und Aufträge von selbst kommen würden, weil sie ja jetzt schließlich in etwas sind, das sie „Netzwerk“ NENNEN.

Den meisten hat es nichts gebracht, weil sie sich nicht auf das konzentriert haben, worum es in einem Netzwerk geht.

Auch im professionellen Netzwerk geht es um nichts Anderes als einen fairen, produktiven Umgang miteinander. Und wie in jedem Beziehungs-Netzwerk geht es darum, sich gegenseitig zu helfen.

Diese Hilfe kann sehr unterschiedlich ausfallen. Jeder im Netzwerk tut, was er/sie kann. Als ich anfing, konnte ich als Controller bei Kalkulations-Problemen helfen, als Rechnungswesen-Ausbilder bei Ausbildung im Rechnungswesen.

Als meine Controller-Karriere bergauf ging, durfte ich bei zwei Gelegenheiten Projekt-Aufträge im Wert von jeweils über 30.000,00 EUR an Kollegen vermitteln. Als das Fahrwasser wieder ruhiger wurde, half ich beim Aufbauen von Blogs, und natürlich weiterhin bei Kalkulationen, Controlling und Rechnungswesen-Ausbildung.

Manche gehen in ein „Netzwerk“, um Gratis-Leistungen zu bekommen. Da die meisten Menschen erstmal hilfsbereit sind, erhalten sie auch ein paar Gratis-Leistungen. Dann fallen sie häufig wieder aus dem Netzwerk heraus, weil sie zu wenig zurückgeben.

Inzwischen habe ich eine Gruppe von Menschen um mich herum, die Netzwerken sehr gut verstehen.

Ich weiß wohl, wenn jemand etwas für mich tut, muss ich nicht sofort etwas zurückgeben, aber bei einem lukrativen Auftrag gebe ich natürlich etwas ab, oder, je nach Volumen, gibt es eine Einladung zum Essen oder einen Blumenstrauß.

Durch schlaues Netzwerken haben Sie mehrere Vorteile. Zum einen bauen Sie Beziehungen auf. Zum anderen üben Sie sich darin, sich in die Lage anderer zu versetzen und Probleme zu lösen.

Arbeitgeber stellen Personal ein, um Probleme gelöst zu bekommen.

Je mehr Probleme Sie schon gelöst haben, desto attraktiver werden Sie. Und je mehr Sie die Fähigkeit haben, Probleme anderer vorwegzunehmen und brauchbare Lösungen zu liefern, desto geschätzter sind Sie.

Wenn ich jemanden kenne, den ich als kompetent einstufe, gebe ich dem doch eher den Job als jemandem, den ich nicht kenne.

Manche bezeichnen so etwas als „Klüngel“ und „Seilschaften“. In vielen Fällen (nicht in allen) entspringen solche Beurteilungen schlicht dem Neid.

Machen Sie mal eine Liste der Menschen, die Ihnen bei der Jobsuche helfen könnten. Seien Sie dabei realistisch, aber nicht pessimistisch. Gute Gelegenheiten kommen manchmal aus ganz unerwarteten Richtungen.

Dann überlegen Sie, ob Sie für diese Menschen etwas tun können, oder ob Sie einfach um einen Gefallen bitten wollen.

Die meisten Menschen freuen sich, wenn sie helfen können.

VIEL ERFOLG!

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