10 Lahme Ausreden, die Sie nicht brauchen

Sie meinen, Sie brauchen lahme Ausreden?

Hier sind ein paar lahme Ausreden, die Sie von wirtschaftlich erfolgreichen Menschen nur sehr selten hören.

Vorab: Wir wissen, dass die wirtschaftliche Lage in den meisten westlichen Staaten gerade (Stand: Dezember 2013) nicht besonders toll ist. Die Volkswirtschaften sind so strukturiert, dass nicht mehr jeder eine bezahlte Arbeitsstelle findet. Ich behaupte auch nicht „Jeder, der nur fleißig genug ist, findet einen tollen Job!“ Das ist Unsinn.

Gleichzeitig ist die Lage immer noch gut genug, dass jemand, der sich wirklich einsetzt und kümmert, sich eine wirtschaftlich stabile Situation erarbeiten kann.

Ihr großer Vorteil dabei ist, dass die meisten Leute schlicht nur meckern und nichts tun. Wenn Sie es anders machen, kommen Sie gut voran. Bitte lesen Sie den Artikel vor diesem Hintergrund.

Sie wissen, Sie sollten sich um einen Job kümmern. Sie wollen auch – „eigentlich“. Aber es gibt so viele „Gründe“, aus denen Sie nicht aktiv werden.

Ausrede 1: Manche Leute könnten mich ablehnen

Da haben Sie völlig recht. Manche Leute werden Sie ablehnen, aus den verschiedensten Gründen. Manche finden, dass Ihre Fähigkeiten nicht ausreichen oder dass Ihre Arbeitsweise nicht zum Unternehmen passt.

Diese fachlichen Beurteilungen mögen zutreffend sein oder auch nicht. Manche mögen Ihre Persönlichkeit nicht. Einige Leute mögen auch meine Persönlichkeit nicht. Das ist normal. Und, wenn Sie wirklich etwas wollen und wirklich etwas tun, dann gibt es auch genug Menschen, die Sie nicht ablehnen. Denen begegnen Sie aber nur, wenn Sie anfangen, sich zu bewegen.

Ausrede 2: Ich habe nichts zu bieten

Das ist schlicht ein Irrtum. Wenn Sie wirklich glauben, nichts zu bieten zu haben, dann machen Sie unsere kleine Übung zum Selbstwertgefühl. Wenn Sie bisher am Leben geblieben sind, dann haben Sie einiges zu bieten. Und vieles davon eignet sich, um Einkommen zu erwirtschaften.

Ausrede 3: Es bieten schon so viele andere das, was ich biete

Es gibt viele Debitorenbuchhalter und Kreditorenbuchhalter. (Lange nicht so viele wie Heilpraktiker, aber das ist ein anderes Problem.) Es gibt auch viele Bilanzbuchhalter.

Steuerberater und Wirtschaftsprüfer gibt es etwas weniger.

Wahrscheinlich gibt es einige Menschen, die ähnliche Qualifikationen und Erfahrungen haben wie Sie. Aber wie viele gibt es, die genau die Kombination an Qualifikationen und Erfahrungen haben? Genau, keine. Sicherlich können viele auf Kostenstellen buchen. Aber können die das so schnell oder so gründlich wie Sie? Oder in einer besonderen Sprache? Wenn Sie wirklich etwas wollen und etwas tun, dann gibt es jemanden, der genau die Kombination an Qualifikation und Nutzen sucht, die Sie bieten können.

Ausrede 4: Ich habe keine Zeit, mich zu bewerben

Eine sehr interessante Ausrede. Woher nehmen Sie dann später die Zeit zum Arbeiten? Das Leben mit Familie kann sehr aufreibend sein. Aber auch manche Unternehmer mit hohem (oder niedrigem) Einkommen haben Familie und finden Zeit, ihr Unternehmen voran zu bringen. Sie haben also Zeit.

Ausrede 5: Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll

Viele Aufgaben stehen vor Ihnen: Geeignete Arbeitgeber heraussuchen, Ihr Profil optimieren, vielleicht ein besseres Foto machen oder machen lassen, und dann zahlreiche Gespräche führen. Womit sollen Sie anfangen? Das ist ziemlich egal.

Solange Sie überhaupt etwas tun, sind Sie vielen anderen weit voraus.

Die perfekte Reihenfolge gibt es sowieso nicht. Machen Sie eine Liste der Schritte, die Sie tun müssen, und suchen Sie sich in sinnvoller Reihenfolge Aufgaben aus, die Sie abarbeiten, je nachdem, wieviel Zeit Sie gerade haben, wieviel Energie, usw.

Ausrede 6: Es ist der falsche Zeitpunkt

Vielleicht fühlen Sie sich gerade nicht so gut. Das Bankkonto ist leer, Sie haben Konflikte mit Ihrem Partner oder anderes. Und sobald Sie diese Probleme gelöst haben, kann es losgehen mit den Bewerbungen! Richtig? Nein, sehr falsch.

Nervige Ereignisse gibt es immer. Tun Sie einfach so viel, wie Sie trotz aller Probleme tun können. Und wenn das Fahrwasser wieder ruhiger ist, tun Sie mehr. Wenn Sie wichtige Dinge aufschieben, wird es nicht leichter. Meistens passiert überhaupt nichts, manchmal wird es schwieriger.

Ausrede 7: Ich bin zu erschöpft

Sie versorgen die Kinder und besorgen den Haushalt. Am Abend bereiten Sie Essen zu, waschen ab und bringen die Racker ins Bett. Sie können also sonst nichts machen. Oder doch? Kaum etwas gibt Ihnen so viel Energie wie ein Ziel, das Sie leidenschaftlich verfolgen.

Wenn Sie also wirklich etwas wollen und wirklich etwas tun, dann schaffen Sie es auch, daran zu arbeiten. Wenn Sie keine Leidenschaft für das Thema haben, können Sie immer noch genügend tun, um voran zu kommen. Wenn mir seinerzeit (1992-95) mein Studium zu viel wurde, dachte ich daran, wie mein berufliches Leben später aussehen würde, wenn ich nicht fertig studiere.

Ausrede 8: Was, wenn ich scheitere?

Die Frage erübrigt sich, denn Sie werden ganz sicher scheitern – an manchen Stellen. Und an anderen Stellen nicht. Niemand mag verlieren. Nützt nichts. Wir verlieren manchmal. Und: Gar nicht erst anzufangen ist die höchste Form des Scheiterns. Wenn Sie nicht anfangen, scheitern Sie zu 100%.

Ausrede 9: Was, wenn ich NICHT scheitere?

Manchmal haben wir vor dem Erfolg noch mehr Angst als vor dem Misserfolg. Vielleicht haben Sie auch Angst, dass sich ein paar Menschen von Ihnen abwenden, wenn Sie erfolgreicher sind als bisher. Das kann auch passieren. Manche Menschen ertragen es nicht, wenn jemand aus ihrem Umfeld erfolgreicher wird. Vielleicht sind Sie ohne die besser dran.

Ausrede 10: Ich weiß noch nicht genug

Es gibt immer noch mehr zu lernen! Und Sie haben noch nicht alles gelernt, was es zu lernen gibt. Oh je! Oder? Nein: Völlig normal.

Niemand sagt Ihnen: „Jetzt ist der Punkt, wo Du genug Theorie gelernt hast und anfangen solltest.“

Am besten lernen Sie sowieso aus Erfahrung. Natürlich, Sie lesen und besuchen vielleicht Fortbildungen und Trainings, aber dann ist es Zeit, mit den Bewerbungen zu beginnen. Aus manchen Rückmeldungen von Unternehmen werden Sie etwas lernen. Aus dem Dialog mit den Personalabteilungen werden Sie etwas lernen.

Und auch wenn Ihre ersten Versuche nicht großartig sind, das macht nichts.

Als ich mich das erste Mal auf ein hochbezahltes Controlling-Projekt bewarb, zitterte ich so sehr vor Nervosität, dass ich meinen Tee auf dem Tisch verschüttete. Ich habe den Auftrag damals nicht erhalten.

Ein andermal versuchte ich einen Trick aus dem NLP, der angeblich der Knaller sein sollte – man spiegelt die Körpersprache des Gegenübers. Das soll eine Beziehung aufbauen. Was es aber tatsächlich aufbaut, ist ein starker Wunsch des Gegenübers, laut zu lachen.

Es ist Zeit, lahme Ausreden wegzulassen.

Denken Sie nicht daran, was Sie nicht können, sondern daran, was Sie können. Denken Sie weniger in Problemen und mehr in Lösungen. (Wohlgemerkt, ich sage nicht, NUR noch in Lösungen denken – das geht nämlich nicht.

Fangen Sie jetzt an.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (28 votes, average: 4,71 out of 5)
Loading...
Print Friendly, PDF & Email

2 Kommentare

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.